„Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott“ Evangelium des Hl. Johannes
Viel wurde bereits über Schwingung, Kraftfelder des Körpers und die harmonische Entwicklung der latent in uns vorhandenen Fähigkeiten geschrieben. Die folgende Abhandlung stellt den Versuch einer Synthetisierung, einer Zusammenfassung, einer Hervorbringung der Essenz der Mantrenlehre dar, vor allem in Verbindung mit der praktischen gnostischen, also direkten Anwendung, den Wirkungsformen innerhalb des Menschens sowie die Relation mit dem sogenannten Einweihungsweg eines Mysterienschülers.
Inhaltsverzeichnis:
1 Ursprung und Bedeutung
2 Der physische Körper – nicht mehr als verdichtete Schwingung
3 Mantren und ihre Wirkung
4 Motiv und Motivation – Das ganzheitliche Heilwerden des Menschen und der Einweihungsweg
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Etymologisch bedeutet der Sanskritbegriff Mantra „Instrument des Denkens oder der Rede“ und verweist primär auf jene vergeistigte Ursubstanz, welche vor dem Ausformen von Gedanken oder Gefühlen bereits in Klangform existiert. Die mystischen Traditionen weltweit erzählen uns in ihren Mythen in abstrakter Form von archetypischen Ideen, davon das alles Existierende von Bildern jenseits der manifestierten Form heraustritt bzw. sozusagen in die Schöpfung hereintritt. Dieses hereintreten in die Schöpfung geschieht durch das Verdichten der jeweiligen Ursubstanz vom Geistigen zur Materie hinein bzw. herab und gemäss ihres spezifischen Charakters entsteht in dieser Bewegung durch die innere atomare Reibung ein Urton. Man erzählt dass vor langer langer Zeit sich die Menschen noch dieser Urtöne bewusst waren, sie diese also kannten und wussten welche Töne welchen Stoffen oder auch spirituellen Wesenheiten oder Kräften zugehörig waren. Dies war die Zeit in der die Menschheit noch die sogenannte „Kosmische Sprache“ beherrschte und beständig die wahre Religion, das re-ligare, jenes mit seiner und der allgemeinen Göttlichkeit verbunden sein, beständig ausübte.
Sanskrit als eine sehr antike Sprache ist dieser Kosmischen Ursprache noch sehr nahe, daher rührt auch seine Kraft. Genauso finden wir im Latein mantrische Begriffe wie auch ältere keltische oder germanische Begriffe welche wiederum aus der nordischen Sprache herrühren. Die Runen mit ihren zugehörigen Körperpositionen und zu singenden Vokale bzw. Silben sind eindeutige Abkömmlinge dieser selben Kosmischen Sprache.
Viele Religionsformen wie der Buddhimus oder Hinduismus verwenden Mantren als Kraftinstrumente mit bestimmter Ausrichtung, genauso wie, wahrscheinlich für viele weniger bekannt, es innerhalb des Christentums z.B. in der Tradition der Philokalie, üblich war Mantren zum Erreichen erhöhter Bewusstseinszustände zu verwenden. In den Mysterienschulen der Sufis und der Gnostiker waren sie von jeher ein wichtiger Teil des individuellen Einweihungsweges und Mittel zur Revelation, also zur direkten Offenbarung der Gegenwart Gottes anhand einer mystischen Erfahrung oder Vision.
Die Mantren selbst sind also „Wörter der Kraft“, welche weise eingesetzt, den Menschen wieder mit Urstoffen, Urklängen oder auch Ur-Informationen in Verbindung bringen mittels der Gesetzmässigkeit der Resonanz. Wenn wir uns das Bild einer angeschlagenen Saite einer Gitarre vergeistigen können wir nachvollziehen dass die Nachbarsaiten mitschwingen werden. Nach demselben Prinzip arbeitet der mit Mantren praktizierende Student.
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Pythagoras sagte schon einst: „Gott geometrisiert“, und wir fügen hinzu: „durch die Kraft des Klanges“
Der physische Körper aus Fleisch und Blut besteht gemäss der universellen Weisheitslehren aus nichts anderem als verdichteter Schwingung. Jeder Mensch hat eine gewisse Schlüsselnote welche im Moment des Todes so potenziert wird, das der physische Körper dieser Schwingung „unterliegt“ und verstirbt, während für das Seelenkleid des Menschen dadurch die Möglichkeit besteht sich endgültig vom physischen Körper loszulösen und sich neuen Aufgaben zu widmen.
Die Schlüsselnote als Lebensprinzip des Menschen zerteilt sich innerhalb des physischen Organismus in zigtausende Subtöne oder Untertöne die jeder für sich gewisse Urkräfte für lebensnotwendige Abläufe darstellen. So finden wir innerhalb der Okkulten Anatomie des Menschen eine direkte Verbindung mit dem Ton und der Funktion z.B. des Organs der Leber, der Milz, Bauchspeicheldrüse usw. und noch wichtiger die Verbindung der Töne mit unserem Nervensystem als Energieleiter und Schaltzentrale mit dem gesamten endokrinen Drüsensystem und ihrerseits wiederum mit ihrer so wichtigen hormonellen Sekretion. Ein Mensch der die Klänge der Mantren weise nützt bewirkt in seinem Inneren eine harmonische Sekretion seiner Drüsen und somit den Grundbaustein für die Vitalität des Körpers aber auch die Ausgeglichenheit der Emotionalen oder Mentalen Regungen – kurzum entsteht ein Glücksgefühl oder ein Glücklichsein in den drei Ebenen des Menschen: in Körper, Emotion und Geist oder Verstand.
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Zur weiteren Erklärung der Wirkung der Mantren können wir die hinduistische Idee verwenden um klarere Einsichten über das Objekt des Studiums zu erlangen. Im Hinduismus spricht man von drei grundlegenden Arten von Mantren, die da wären:
▪ Saguna, wörtlich „mit Form“, richten sich an eine bestimmte Gottheit bzw. an einen bestimmten Aspekt Gottes.
▪ Nirguna, wörtlich „ohne Form“, richten sich an das formlose Göttliche.
▪ Bija oder bija-akshara sind einsilbige Keim-Mantras, die speziell in der Meditation oder in Zeremonien
verwendet werden, und nach hinduistischer Lehre auch auf das jeweilige Energiezentrum, das Chakra wirken können (HAM – Äther, YAM – Luft, RAM – Feuer, VAM – Wasser, LAM – Erde).
In der Reihe der Bijas können wir also die gnostische Lehre der Okkulten Vokale integrieren. So wie bestimmte Silben den Grundelemnten zuzuordnen sind, finden wir auch Vokale, welche ganz spezifisch Körperregionen angehören bzw. dort in Resonanz stehen.
Die Silben der Elemente können wir folgendermassen zuordnen:
HAM dem Element Äther und der Region des Kopfes
YAM dem Element Luft und der Region des Kehlkopfes und der Halsgegend
RAM oder DRAM dem Feuer und der Bauchgegend
VAM dem Wasser und den Geschlechtsteilen, sowie
LAM dem Element Erde und der Region der Beine und Füsse
Diese Mantren kann man intensiv von oben nach unten, also bei HAM beginnend, singen während man imaginativ und stets mit geschlossenen Augen und vollkommen entspannt die jeweiligen Regionen von Licht durchflutet sieht. Dies bewirkt bei intensivem Üben das Beherrschen der Grundelemente der Natur, nicht nur innerhalb des Menschens sondern auch ausserhalb von ihm. Der Mensch, der diese Mantren übt wirkt positiv auf die gesamten Stoffwechselprozesse und Abläufe im Inneren des Organismus ein. Der praktizierende Student wirkt durch die psychosomatische Reflektionsdynamik auch auf sein Gemüt positiv ein und bewirkt, dass er die negativen Gefühle, Gedanken und Handlungen beherrschen lernt, weniger Selbstzerstörerisch und mehr Produktiv-Schöpferisch in allen Ebenen seines Selbst ist.
Eine weitere Grundstruktur finden wir in den Selbstlauten, den Vokalen wieder, wobei zwei „geheime“ Laute den fünf bekannten angefügt werden, und diese sich gleichweise mit der Siebenheit der Hauptchakren oder Kraftzentren unseres feinstofflichen Körpers decken:
I – steht in Resonanz mit dem Scheitel und Kopfbereich
E – mit dem Halsbereich
O – dem Herzbereich
U – der Bauchgegend (Solarplexus)
A – den Lungen und der oberen Brustgegend nähe dem Thymus
M – den Geschlechtsteilen
S – der Steissbeingegend
Dr. Krumm-Heller beschreibt: „ein tägliches Vokalisieren dieser 7 Vokale über den Zeitraum von einer Stunde schenkt dem Übenden mehr Weisheit und Wissen als wenn er tausend Bücher lesen würde.“
Die Abhandlung ihrer Wirkung bei Ausübung beständigen Vokalisierens ist wie folgt:
I – Belebung der Gehirnregion und Sekretion der Zirbeldrüse, Hirnanhangsdrüse, etc.
Entwicklung des Inneren Sinnes der Hellsichtigkeit
E – Belebung der Halsregion und der Iod produzierenden Schilddrüse, welche in intimer Wechselwirkung
mit der Geschlechtsreife und der Hormonsekretion steht (deswegen „Stimmbruch“)
Entwicklung des Inneren Sinnes der Hellhörigkeit
O – Belebung der Herzregion, Ausgleichende Wirkung bei starkem Intellektualismus,
Entwicklung der Fähigkeit wahren Mitgefühls, Entwicklung der Intuition
U – Belebung der gesamten Verdauungsorgane, des Stoffwechsels und des gesamten Nervensystems,
Heilung bei Bauchschmerzen, Menstruationsschmerzen, etc. - Entwicklung der Kraft der Telepathie
A – Belebung der Lungen, Atemvolumen und somit des gesamten Blutkreislaufs durch
Sauerstoffversorgung des Blutes, Belebung der Thymusdrüse (normalerweise degeneriert diese mit der
Geschlechtsreife), Stärkung des Vitalkörpers und zellverjüngende Wirkung;
Entwicklung der Erinnerung an vergangen Existenzen.
M – Belebung des Uterus und der Prostata, Vorbeugung von Geschlechtskrankheiten und Impotenz,
Element Wasser
S – Belebung des Basis-Chakra, Element Erde; nach oben hin Vitalisierung der gesamten Wirbelsäule,
vibriert gleichzeitig auch in der Zirbeldrüse, Belebung der Zirbeldrüse verursacht Entwicklung der
Polyvidenz oder Allsichtigkeit, einer höheren Form der Hellsichtigkeit dessen Visionen frei von
Subjektivität oder vom Ego sind.
Ein weiterer wunderbarer Vokal, der mehr einer Silbe gleicht ist der Laut CH. Dieses CH vibriert in der Lebergegend und bringt auf zauberhafte Art und Weise die innere Konstitution der Leber zum Schwingen, was nicht nur für die Verdauung und den Stoffwechsel sich positiv auswirkt, sondern für den Hermetiker viel interessanter eine Aktivierung des Astralen Vehikels unserer Selbst verursacht. Diese Aktivierung wirkt vor allem darauf, dass beim Einschlafen und Heraustreten aus unserem physischen Körper wir mit dem Licht des Bewusstseins so versorgt werden, dass wir sogenannte „Luzide Träume“ voll von hoher Symbolik und Nachrichten unseres Göttlichen Seins erleben dürfen, genauso wie in weiterer Folge „bewusste Astralreisen“ eintreten, die der wissenschaftliche Esoteriker praktisch für seine Forschungen in den inneren Welten der Natur, in den höheren Dimensionen des Kosmos verwenden kann. Eine sogenannte „bewusste Astralreise“ tritt dann ein, wenn man nicht nur lichtvolle Traumbilder erlebt, sondern sich auch eben darüber hinaus noch voll bewusst darüber ist, dass man sich innerhalb der Traumwelt, in dieser oder jener Dimension der Natur befindet UND sich willentlich und frei bewegen kann.
Mantren in Verbindung mit den Grundvokalen:
CHIS-CHES-CHOS-CHUS-CHAS : aktiviert verstärkt die astralen Aspekte unseres Selbst
E-CH-I-PT-O – Mantra zu Entwicklung aller Zentren die für bewusste Astralreisen notwendig sind
FARAON – Mantra für bewusste Astralreisen, imaginativ in Verbindung mit Pyramiden und der Position des Chac-Mool Mexicos, also Füsse angezogen, Knie zeigen Richtung Himmel und Hände auf dem Solarplexus liegend.
Weiters: IN-EN-ON-UN-AN, der Konsonant N zieht die Energien nach oben hin und vibriert in den Stirnhöhlen, wirkt befreiend bei Schnupfen und Kopfschmerzen, generell den Effekt einer Potenzierung der Vokale ähnlich einem Gong oder einer Kirchturmglocke.
Atemtechnik in Verbindung mit Mantra zu Transmutation der Schöperischen Kräfte:
HAM SAH – durch langes Einatmen (mental HAM) und kurzes stossartiges Ausatmen (laut SAH) verursachen wir in unserem Inneren Energiehaushalt eine Zentripetale Wirkung, die Energien werden also umgekehrt und nach innen und oben geleitet und verursachen eine Neugeburt im Inneren, eine gesamte Revitalisierung des Organismus und die Produktion von zellverjüngenden Lisosomen sowie das Entleeren und Verwandeln der Samenflüssigkeit in spirituelle Kraft, welche positiv alle Chakren belebt und die Inneren Sinne erweckt und dem Manne die nächtlichen Pollutionen, also das Entgehen von Millionen von sonnenhaften Samen, erspart.
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1. Zur Aktivierung der gesamten Kräfte unseres Selbst zur Gesund- und Heilwerdung sowie zur Verwandlung der groben in feine Stoffe, die sogenannte Transmutation.
2. Zur Aktivierung des Bewusstseins in Verbindung mit Meditationstechniken, als Mittel zur Erkenntnis bzw. als Werkzeug um mit verschiedenen Aspekten der Göttlichkeit, des Seins, sich zu verbinden.
3. Zur Aktivierung unseres Bewusstseins um in den höheren Welten bewusst und selbständig zu forschen und am Einweihungsweg teilzunehmen.
Auch wenn wir diese drei Punkte getrennt aufgezählt haben sind sie alle Teil eines grossen Ganzen, nämlich dem Weg des spirituell praktischen Menschens, der sein Bewusstsein aus dem Schlafzustand aufweckt und so in allen Dimensionen der Natur erwacht. Wer erwacht der erkennt. Wer die Mysterien und Geheimnisse der Welt, des gesamten Kosmos im Inneren wie im Äusseren mehr und mehr erkennt, der wird unabhängig von jedweden blinden Glauben oder Mutmaßungen da er eben weiss. Dieses Wissen ist direktes, erfahrenes Wissen und wurde seit jeher mit dem Namen Gnosis beschrieben, einem Wissen höherer Art, einer göttlichen Weisheit.
"Viel Freude beim Üben."
AUM AUM AUM


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